Donnerstag, 15. April 2010

Alles LaTeX oder was?


Heute will ich mich der Frage stellen, warum so viele IT'ler immer alles in LaTeX schreiben wollen. Obwohl es doch so viele vernünftige WYSIWYG-Texteditoren wie Microsoft Word, OpenOffice.org Writer oder Google Docs text und tabellen gibt.

Die Hauptargumente die ich von LaTeX-Verfechtern höre gehen meist in die Richtung "es sieht gut aus", "man kann es automatisieren", "Inhalts- und Literaturverzeichnisse lassen sich automatisch erstellen", "man kann Formeln direkt einbinden" und "es ist wie Quellcode den ich in die Versionsverwaltung einchecken und mergen kann".

All diese Argumente leuchten mir ein. Sie rechtfertigen für mich jedoch nicht den erhöhten Mehraufwand der durch die Nutzung von LaTeX entsteht und gleichen nicht dessen weitere Nachteile aus.

Ich denke LaTeX hat folgende Nachteile:
  • keine WYSIWYG-Unterstützung
    • ich sehe nicht direkt was ich schreibe, sondern muss LaTeX nach PDF konvertieren und im PDF-Betrachter öffnen und zur gewünschten Stelle springen um die Auswirkungen meines Codes anzusehen
    • Bildplatzierung und Größe sind nicht direkt sichtbar
    • Diagramme müssen "programmiert" werden
    • Ablenkung vom Inhalt durch zusätzliche Überlegungen zu Formatierungs-Tags
  • Tabellen erstellen und manipulieren ist komplex - Spalten hinzufügen etc. ist sehr aufwändig
  • zusätzlicher Installations und Konfigurationsaufwand durch Finden oder Erstellen von Vorlagen/Paketen/Skripten
  • ungeeignet als Austauschformat durch geringe Verbreitung von TeX
Eine guter Kompromiss scheint mir LyX zu sein, ein WYSIWYG-Editor für LaTeX. Er beherrscht auch Export in gängige Austauschformate.

Ich selbst muss zugestehen, dass ich LaTeX bisher noch nicht verwendet habe, da ich noch keinen Anwendungsfall für mich entdeckt habe. Wenn ich Wert auf auf ein ordentliches Schriftbild und Formatierung lege, nehme ich Adobe InDesign. Hiermit habe ich schon mehrere Zeitungen und Bücher bis hin zu Cocktailkarten gesetzt.

Was meint ihr?

Weitere Informationen:

Dienstag, 12. Januar 2010

Montag, 28. Dezember 2009

heute in der Tagesschau...



PS: Natürlich kein Ernst. Aber eine verblüffende Ähnlichkeit.

Jahresrückblick der Bockmanns

Dieses Jahr gibt es einen kleinen Jahresrückblick von Caro und mir in Form einiger kleiner Youtube-Videos. Viel Spaß beim Schauen ;)

Der Jahresrückblick:


All Together Now (Beatles) - Musikvideo:


Sing (Travis) - Musikvideo:


Roggn:


Urlaubs-"Video" in Stop-Motion vom Wannsee:

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Softwaretechnik Studium (Erster Eindruck)




Nachdem nun knapp zwei Wochen meines Softwaretechnik Studiums an der Uni Stuttgart vorbei sind, möchte ich meine ersten Erfahrungen schildern.

Was mich sehr gewundert hat, ist die Tatsache, dass erst jetzt der Bachelor in Softwaretechnik eingeführt wird. Noch erstaunlicher fand ich. dass jeder, den ich getroffen habe pro Diplom und gegen den Bachelor ist.  Die Profs legen allen Bachelor-Absolventen nahe auf jeden Fall einen Master zu machen und wollen auch jedem Student einen Masterplatz gern geben. Zitat: "die Politik hat uns das Bachelorsystem leider aufgezwungen".

Sei es drum, ich bin in den Diplomstudiengang ins 3. Semester eingestuft wurden und habe mächtig mit dem Stoff zu kämpfen. Die Tatsache, dass ich im Wirtschaftsinformatik-Studium keine theoretische und technische Informatik hatte, macht sich äußerst stark bemerkbar. Hinzu kommt noch, dass ich die jeweils ersten Vorlesungen von Theoretische und Technische Informatik (noch) nicht gehört habe und gleich mit den darauf aufbauenden Vorlesungen Theoretische und Technische Informatik II anfange, da nur diese im Wintersemester anfangen.

Vom Zeitaufwand her muss ich jetzt für die Uni wesentlich mehr investieren, als an der BA / Dualen Hochschule. Jeden Morgen ab 7 Uhr sitze ich vor meinen Heftern und mache Übungen und bereite meine Vorlesungen vor und nach. Meist ist erst gegen 20 Uhr Schluss mit Uni-Kram. Dann bleibt nur noch wenig Zeit für meine Freundin und Hobbys wie den Cocktailberater.

Ich bin gespannt wie es weiter geht und ob sich der hohe Aufwand bald legt, wenn ich erstmal "richtig drin bin".

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Piwik - OpenSource Alternative zu Google Analytics


Piwik - Screenshot des Dashboards

Durch einen Artikel in der t3n über Google Analytics Alternativen und den Datenschutzproblemen mit Google Analytics habe ich mich entschlossen "Piwik" - die OpenSource Alternative zu Google Analytics - zu testen.

Zur Installation wird PHP 5.1 und eine MySQL-Datenbank benötigt. Das Programm muss zunächst auf den Webserver kopiert werden. Ich habe mir gleich die aktuellste Version vom SVN-Server ausgechecked. Danach wird die index.php Datei im Browser aufgerufen werden. Die Installation und Konfiguration läuft dann schnell (ca. 3-4 Minuten) und flüssig durch. Es besteht auch die Möglichkeit einen Präfix für die Datenbanktabellen zu wählen um keine Konflikte mit anderen Tabellen zu provozieren und die Übersicht zu wahren.

Während der Installation wird auch der erste "Tracker-Code" erzeugt. Diesen baut man vor den Tag in seiner Webseite ein. Er hat übrigens eine sehr große Ähnlichkeit mit dem Tracker-Code von Google Analytics, welches auch das Vorbild von Piwik ist. Nach der Installation kann man sich mit seinem Super-User anmelden, sich sein Dashboard konfigurieren sowie weitere Benutzer und Webseiten hinzufügen.


Screenshot nach 4 Besuchern auf thobach.de

Pro:
  • Daten in Echtzeit
  • Abonnieren der Daten als Feeds
  • Freie Darstellung der Daten als Tag-Clouds, Diagramme oder Tabellen
  • Erweiterbar durch Plugins
  • Abfrage der Daten per API
  • Einbinden der Widgets auf anderen Seiten
Kontra:
  • Design und Seitenaufbau (Navigation zu klobig und zu großer Header)
  • Darstellungsvariante der Widgets (Tabelle, Tag-Cloud, Balken- oder Tortendiagramm) lässt sich nicht speichern
Wer sich von Piwik selbst überzeugen will, kann sich in der angebotenen Online Demo austoben.

[Update: Auch in Piwik muss eine Einstellung (Hack) getroffen werden um die IP-Adresse nicht zu speichen.]

Sonntag, 4. Oktober 2009

Mac OS X 10.6 Snow Leopard (Update 4)



Leider gab es doch einige Enttäuschungen nach der Installation von Mac OS X 10.6 aka Snow Leopard. Die Software FormacDVB 2.3.1 findet keinen DVB Receiver mehr, der Logitech Control Center erkennt weder Maus (Logitech MX Revolution), noch Keyboard (diNovo Keyboard Mac Edition) und CrossOver in Version 7.1 und InsomniaX 1.3.3 laufen auch nicht mehr.

Es existiert eine Liste mit Programmen welche unter Snow Leopard laufen und welche nicht.

[Update: Ich habe übrigens die Update/Upgrade Variante benutzt und keine Neuinstallation/Reinstall vorgenommen. Mein System war erst 2 Monate alt und ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass es langsamer geworden ist oder ich unnötigen Leopard Ballast mit rumschleppe. Es sind sogar ein ganz paar Gigabyte mehr Platz geworden. Seltsamerweise hat mein TimeMachine aber knapp 22GB an Änderungen gesichert.]

[Update 2: Eine Version des Logitech Control Centers (3.1), die Mac OS X 10.6 aka Snow Leopard unterstützt soll laut Logitech spätestens am 16.9.2009 herauskommen.]

[Update 3: Auf der Herstellerseite gibt es neue Informationen: "Formac DVB für Mac OS X 10.6 ist in der Entwicklung und wird in Kürze hier zum download bereitstehen. Bitte schauen Sie zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nach. (Ende KW38)", das heißt dann wohl, dass ab Freitag, den 18.9.2009 das Programm zur Verfügung steht. ]

[Update 4: Auf der Herstellerseite gibt es jetzt eine Public Beta von Formac DVB für Mac OS X 10.6.]

Freitag, 25. September 2009

Google Analytics Nutzer aufgepasst! Datenschutzbestimmung...


Etwas, was viele Google Analytics Nutzer nicht beachten ist, dass die Daten der Besucher ihrer Webseiten auf den Google Servern in den USA landen und dort gespeichert werden. Daher ist jeder Nutzer verpflichtet in seinen Datenschutzbestimmungen folgenden Absatz einzubauen:

"Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. („Google“). Google Analytics verwendet sog. „Cookies“, Textdateien, die auf Ihrem Computer gespeichert werden und die eine Analyse der Benutzung der Website durch Sie ermöglichen. Die durch den Cookie erzeugten Informationen über Ihre Benutzung dieser Website (einschließlich Ihrer IP-Adresse) wird an einen Server von Google in den USA übertragen und dort gespeichert. Google wird diese Informationen benutzen, um Ihre Nutzung der Website auszuwerten, um Reports über die Websiteaktivitäten für die Websitebetreiber zusammenzustellen und um weitere mit der Websitenutzung und der Internetnutzung verbundene Dienstleistungen zu erbringen. Auch wird Google diese Informationen gegebenenfalls an Dritte übertragen, sofern dies gesetzlich vorgeschrieben oder soweit Dritte diese Daten im Auftrag von Google verarbeiten. Google wird in keinem Fall Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google in Verbindung bringen. Sie können die Installation der Cookies durch eine entsprechende Einstellung Ihrer Browser Software verhindern; wir weisen Sie jedoch darauf hin, dass Sie in diesem Fall gegebenenfalls nicht sämtliche Funktionen dieser Website vollumfänglich nutzen können. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden."